Samtpfoten erzählen ...

 

Amy

AmyIch heiße Amy und bin eine Seltenheit, denn rote Katzenmädels gibt es nicht oft. Auch ich gehöre zu den Freigeborenen und bin sehr dankbar, dass es Menschen gibt, die uns nicht füttern, sondern auch nach uns schauen, wenn wir krank sind. Also, mich haen zwei ältere Damen versorgt. Sie stellten mir die leckersten Sachen hin, die ich jahrelang gerne genossen habe. Aber eines Tages, als ich mich wieder einmal ans Fressen machen wollte, hatte ich solche Schmerzen, dass ich laut aufschrie und einfach nur davonrannte. Nur noch die Milch habe ich getrunken. Die zwei Damen waren völlig ratlos; sie fragte bei Tierschützern nach, was sie tun sollten.

Die Atwort war klar - eingefangen. Mit alle Tricks haben sie gearbeitet, und als sie nicht weiterkamen, auch erfahrene Leute geholt. Doch zunächst war ich die Schlauere. Ich habe die Zwei so auf Trab gebracht, dass sie fast wieder jung wurden. Eine Zeitlang glaubten sie sogar, ich sei tot, weil ich mich nicht mehr sehr ließ. Aber dann, eines abends, es war schon richtig spät, traute ich mich, wieder etwas Milch zu trinken. Eine der Damen stand vor mir - die hatte ich gut im Blick - währned die andere von hinten eine Kiste über mich stülpte. Alle drei waren wir dem Herzinfarkt nahe, aber heute bin ich froh, dass die Damen so beherzt waren. Am nächsten Tag konnte ich zum Tierarzt gebracht werden. Es stellt sich heraus, dass meine Mäulchen stark entzündet war; ich bekam Medikamente, und schon bald konnte ich wieder richtig fressen. Nachdem es mir wieder gut ging und ich mich sogar streicheln ließ, ging es wieder zurück an meinen alten Platz.

Aber nach einiger Zeit ging die ganze Geschichte wieder von vorne los. Wieder gelang es mir, alle auf Trab zu bringen, denn sich streicheln lassen und sich einfangen lassen, sind zwei ganz verschiedene Paar Stiefel! Leider ist diese Mundgeschichte chronisch, und weil die zwei netten Damen die regelmäßigen Fangaktionen schlechter verkraften als ich, darf ich jetzt an meinem Pflegeplatz bleiben. Dort wird frühzeitig bemerkt, wenn die Entzündung wieder losgeht, und die Behandlung ist wesentlich einfacher. Inzwischen fühle ich mich an meinem Pflegeplatz recht wohl und genieße es, mein Futter ohne Schmerzen fressen zu können.

Kofi

KofiIch bin Kofi, ein Kater in den besten Jahren, und - euch wird's icht wundern - ich bin schwarz. Unkastriert zog ich durch die Lande, scheute keinen Kampf mit Artgenossen. Auf meiner Reise stieß ich auf eine Futterstelle, die sehr angenehm war. Dort ließ ich mich nieder - was war Zeit, sesshaft zu werden.

Dies brachte ich auch deutlich zum Ausdruck, indem ich mich meinen Dosenöffnern regelmäßig zeigte und gegenüber den anderen Katzen, die es dort noch gab, bald den Chef raushängen ließ. Schnell sorgten die Leute dafür, dass ich kastriert wurde. Und dann bemerkten sie, dass mit mir etwas nicht stimmte. Ich riss mir fast das ganze schöne schwarze Fell aus, und der Schuppen, in dem ich wohnte, war bald übersät von dicken Haarbüscheln. Alle rätselten, was das wohl sein könnte, bis der Tierarzt herausfand, dass mein Mäulchen weh tat, was als Erklärung für mein seltsames Verhalten in Frage kam. Inzwischen war ich halb nackt und hätte so den nächsten Winter draußen sicher nicht gut überstanden. Die Leute, bei denen ich lebte, konnten mich nicht ins Haus nehmen, da das Frauchen allergisch ist, und so suchten sie ein Plätzchen für mich, an dem es schön warm war.

Da, wo ich jetzt lebe, ist es auch OK. Mein Fell ist wieder dichter geworden und nach meinem Mäulchen wird regelmäßig geschaut. Was mir nicht so gefällt ist, dass ich Frauchens Aufmerksamkeit mit vielen Artgenossen teilen muss. Aber wenigstens fallen einige Streicheleinheiten für mich ab und meine tägliche Herztablette, die ich inzwischen brauche, bekomme ich auch. Ich werde täglich verschmuster und mein größtes Glück wäre es, einen Dosenöffner ganz für mich allein zu haben.

Sarah

SarahMein Name ist Sarah und ich eine lange Leidensgeschichte hinter mir. Aber nun mal der Reihe nach. Ich wurde mit einem gebrochenen Beinachen bei der Aktiven Katzen- und Tierhilfe aufgenommen. Zunächst schien alles gar nicht so schlim zu sein. Ich wurde operiert und bekam eine PLatte in mein Bein. Dann wurde ich in einen Käfig gesperrt, weil ich mein Bein nicht belasten durfte, und bekam einen Kragen aufgesetzt, damit ich an meinem Bein nicht lecken konnte. Außerdem wurde festgestellt, dass ich dieses Bein schon einmal an einer anderen Stelle gebrochen hatte, was die Sache nicht einfacher machte.

Dann lockerte sich auch noch diese Platte und musste in einer zweiten Operation ausgetauscht werden. Und damit fing das Pech erst richtig an, denn ich holte mir eine Infektion. Es war schrecklich; es so schlimm, dass die Wunde zeitweise viermal täglich gespült werden musste! Alle haben mir mir gelitten, sogar die Tierärzte. Aber es nütze alles nichts, die neue Platte musste wieder raus und ich bekam einen Fixateur externe. Was das ist, könnt ihr auf den Bildern sehen. Es begann ein lages Bangen und Hoffen. Der Knochen baute sich nur langsam wieder auf und die Bruchstelle wollte und wollte icht zusammenwachsen. Viele Wochen war nicht klar, ob mein Bein noch zu retten war oder ob es nicht doch amputiert werden musste. Und zu allem Übel ging auch langsam das Geld für meine Behandlung aus.

Aber meine Pflegeri und ich haben gekämpft - mit Erfolg, wie ihr auf dem letzten Bild sehen könnt. Ich bin wieder fit, kann ganz normal gehen, ja sogar springen, und obwohl ich schon etwas älter bin, habe ich ab und zu Lust zum Spielen. Ich habe ja schließlich Einiges nachzuholen...

Kira

KiraIch heKiraiße Kira und meine Geschichte steht für die einiger Jatzen. Diese wurden nur nicht fotografiert, als sie bei den Aktiven ankamen, z.B. Romolo, denn wollte man gar nicht behandeln, so heruntergekommen war der. Wir zwei kennen uns schon lange, denn wir kommen vom selben Dorf.

Aber nun zu mir: Auf dem ersten Bild könnt ihr sehen, wie ich ausgesehen habe, als man mich aufgelesen hat. Es war wirklich kurz vor knapp. Mit viel Liebe und aufwändiger Fürsorge habe ich es noch einmal geschafft. Seit einiger Zeit lebe ich wieder in meinem Dorf und genieße jeden Tag meines neu geschenkten Lebens. Dass es mir wieder gut geht, könnt ihr ja auf dem zweiten Bild sehen.

Igel

IgelHallo, wir sind zwar keine Samtpfoten - im Gegenteil, wie sind recht stachlige Gesellen -, aber wir haben auch eine Geschichte zu erzählen.

Wir Beide wurden Ende November 2011 an Futterstellen für Katzen beim Futterklau erwischt. Wir wollten ja nicht aus reiner Bosheit den Katzen ihr Menü wegfressen, sondern wir hatten ein Risenproblem: WIr mussten noch vor dem Winterschlaf unser Gewicht auf stattliche 600 g steigern, und wir wogen gerade mal 290 g. Wo sollten wir denn um diese Jahreszeit noch so viel Futter herkriegen? Die Futterstelle war unsere einzige Chance, und wenn es uns nicht die Frau vom Tierschutz eingefangen hätte, wäre der Hungetod für uns wohl unsausweichlich gewesen. Deshalb sind wir eigentlich froh, dass wir bei einer Straftat erwischt und in Gewahrsam genommen wurden.

Zunächst wurden wir zur Igelstation gebracht, wo wir entwurmt und entfloht wurden. Dann durften wir in die warme Stubde, damit wir uns nicht zum Schlafen zurückziehen konnten, bevor wir ein ausreichendes Gewicht erreicht hatten, um den Winterschlaf zu überstehen. Als wir uns dann endlich ein ausreichenes Polster angefressen hatten, ging's in einen hellen Keller und schließlich in ein großes Frühbeet. Dort war viel Stroh und eine schöne Schlafkiste, und wir bekamen so lange Futter hingestellt, bis wir eingepennt waren. Und dort schliefen wir in der Kälte tief und fest und kamen ohne fremde Hilfe zurecht, bis der Frühling zurückkam. Seit ein paar Tagen sind wir nun wieder richtig wach und bekommen noch mal ordentlich Futter, bevor wir wieder in die Natur entlassen werden. Aber darauf freuen wir uns nun auch wieder. Und wenn der Herbst wiederkommt und es mit dem Futter eng wird, wissen wir ja, was wir zu tun haben...

Michelle

MichelleHallo, ich heiße Michelle und der Hunger hat mich zu einer Futterstelle geführt, an der jeden Tag leckeres Essen serviert wurde. Leider fiel mir das Fressen zuweilen schwer, denn ich hatte schon länger eine große, schmerzhafte Verletzung am Kinn. Der Mensch, der die Futterstelle betreut, hat mich eingefangen und zum Glück bei genauerem Hinsehen mein Handicap bemerkt und mich zum Tierarzt geschleppt. Dort wurde die Wunde versorgt und genäht. Inzwischen habe ich alles gut überstaden und kann wieder richtig fressen. An meinem aktuellen Pflegeplatz fühle ich mich sehr wohl, den ich werde außergewöhnlich betüttelt. Aber das habe ich auch verdient, nach allem, was ich hinter mir habe.

 

Medea

MedeaIch bin Medea, ein junges Katzenmädchen, und habe leider nur noch ein Auge, was mich allerdings nicht davon abhält, sehr neugierig und lebenslustig zu sein. Anfassen lasse ich mich nur, wenn's unbedingt sein muss; dafür spiele ich umso lieber, auch wenn es mich dabei manchmal doch stört, dass ich bloß noch ein Auge habe. Wenn man sich rechtzeitig um mich gekümmert hätte, könnte ich mein anderes Auge vermutlich noch haben, aber die Leute, die mich vorher gefüttert haben, haben sich leider nicht dafür interessiert. Aber ich bin jetzt froh, dass ich in Sicherheit bin, und mache das Beste aus meinem Handicap.

 

 

Lilly

LillyGestattet, dass ich mich vorstelle: Ich bin Lilly, habe leider nur noch ein Auge und kann auf eine wechselvolle Lebensgeschicht zurückblicken. Ich wurde im Jahr 2000 gebiren und habe zunächst einmal ganz normal in einer Familie gelebt. Da ich nicht immer ganz einfach im Umgang bin, wollte man mich dort nicht mehr habe und hat mich einfach auf einen Bauerhof bringen lassen. Aus Gründen, über die ich besser schweige, habe ich irgendwann diesen Bauernhof wieder verlassen und habe mir dann im Jahr 2008 eine Familie ausgeguckt, bei der ich gerne geblieben wäre. Dies war aber leider nicht möglich, da der Vater der Familie gegen mich und meine Artgenossen allergisch ist. Deshalb wurde für miche in neuer PLatz gesucht und auch gefunden. Eigentlich waren alle glücklich, nur ich nicht. Ich habe meinen Protest auf Katzenart gezeigt und habe damit erreicht, dass ich von diesem Platz zurückgeholt wurde. Jetzt lebe ich an einem Pflegeplatz, an dem es mir recht gut gefällt. Ganz besonders liebe ich ausgefallene Schlafplätze, die mein Pflegefrauchen immer wieder zum Lachen bringen. Ihr fragt Euch, wie die so viel über mich wissen kann? Nun, sie ist halt eine gute Detektivin und anhand meiner Kennzeichnung hat sie ziemlic viel über mich herausgefunden...

Bobby

BobbyMein Name ist Bobby, aber die sagen Bobbele zu mir. Mir ist's egal; Hauptsache, ich habe es jetzt trocken und warm. Das war beileibe nicht immer so. Zwar habe ich in den letzten Jahren, die ich draußen gelebt habe, in einer Hunderhütte jeden Tag Futter bekommen, aber in meinem hohen Alter war es trotzdem hart. Die Faru vom Tierschutz, die uns fütterte, hat viel für uns getan. Sie hat sich sogar mal den Fuß gebrochen, als sie uns das Futter brachte. Dann musste ihr Mann uns versorgen.

Eines Tages wurde ihr dann gesagt, dass die Hütte stört, und wir mussten alle weg. Gott sei Dank haben wir alle einen Platz gefunden. Ich bin der Letzte von uns; die Anderen sind alle schon im Katzenhimmel. Und so verwöhnt mich mein Pflegefrauchen, so gut sie nur kan.

Ja, alles in allem habe ich Glück gehabt. Ihr müsst wissen, wir wurden nur in die Welt gesetzt, weil da jemand war, der jedes Jahr frische Katzenbabys haben wollte, weil die so süß sind. Was nachher mit uns geschah, war diesen Leuten egal. Aber dann haben sich die Leute vom Tierschutz eingeschaltet und erreicht, dass diesem Treiben ein Ende gesetzt wurde. Sonst gäbe es noch mehr so arme Schlucker wie mich.

Mata Hari

Mata HariIch bin in einem kleinen Weiler aufgetaucht und keiner weiß, wie ich das geschafft habe. Man hat nur später anhand meiner Tätowierung herausgefunden, dass ich vorher in einem 15 km entfernten Dorf gelebt hatte und auch von einer Tierschutzfrau versorgt worden war, die dann ins Altersheim musste.

Jedenfalls habe ich alles richtig gemacht, denn in dem Weiler gibt es ein Ehepaar, das noch ganz viele Streuner wie mich versorgt. Diese Menschen haben mich dann auch ganz schnell eingefangen, weil sie ja nicht wussten, dass ich schon kastriert war, und haben mir den Namen Harry gegeben. Blöder Name für ein Mädchen, aber sie wussten es ja nicht besser. Zum Glück wurde dann beim Tierarzt alles richtig gestellt und ich heiße jetzt Mata Hari.

Inzwischen lebe ich an einem Pflegeplatz, an dem ich mich ganz wohl fühle. Das Einzige, was mir nicht gefällt, sind die Tabletten, die man mir jeden Tag verabreichen will, weil ich ein Herzproblem habe. Mit allen Tricks wurde da geschafft. Zurzeit bin ich schlauer; ich merke sofort, wenn eine Tablette in irgendetwas eingepackt ist. Entweder ich nehme dann gar nichts oder ich schlecke die Tablette sauber ab. Falls ich sie dann doch mal erwischt habe, spucke ich sie einfach wieder aus. Aber sonst ist es ganz OK. Die Mahlzeiten werden pünktlich serviert und ein schönes Schlafkörbchen habe ich auch. Ende gut, alles gut!

Martina

MartinaHallo, mein Name ist Martina. Ich lebe seit einigen Jahren an einem Pflegeplatz und bin dort sehr zufrieden. Der Anfang meiner Bekanntschaft mit Tierschutzleuten war sehr traurig. Man hat mich hoch trächtig eingefangen. Leider musste mich die Frau, die mich eingefangen hat, aus finanziellen Gründen zum Kastrieren in andere Hände geben. Zwar war das auch ein Tierschützer, aber er hat mich zu einem Tierarzt gebracht, der auch dann noch kastriert, wenn die Katzenbabys schon lebensfähig wären. Seitdem sorgen die Menschen von der Aktiven Tierhilfe dafür, dass meine Artgenossinnen nur noch zu Tierärzten gebracht werden, so etwas nicht machen.

 Baileys

BaileysIch heiße Baileys, und wenn ihr mein Foto anschaut, wisst ihr auch warum (zumindest die Likörliebhaber dürften es wissen). Ich wurde mit total entzündeten Augen an einem Futterplatz aufgelesen. Man hat mich dann an einen Pflegeplatz gebracht, wo meine Augen endlich tierärztlich behandelt wurden. Sie müssen immer noch gepflegt werden, aber diese Augentropfen sind schon etwas Lästiges, und ich habe nicht immer Lust darauf, dass man an mir herumfummelt. Obwohl ich auch sehr lieb sein kann, aber nur, wenn ich es will. Auch eine Toxoplasmose habe ich gut überstanden und bin mit meinem Dasein jetzt eigentlich recht zufrieden. Ganz besonders im Winter weiß ich meinen sicheren, warmen Altersruhesitz sehr zu schätzen!

Heini (weiß)

HeiniHey, ich bin Heini. Ich bin ein Albino, was Vor- und Nachteile hat. Mein weißes Fell finden natürlich alle gaz toll. Mein Frauchen sagt, ich sei eine Labertasche, weil ich ständig am Maunzen bin. Aber das ist halt meine Art.

Leider leid ich an Asthma, aber meine Pflegerin hat das ganz gut im Griff. Manchmal musste sie auch schon mitten in der Nacht mit mir in die Tierklinik. Ansonste bin ich pflegeleicht, nehma ganz anständig meine Medikamente und freue micht, wenn jemand mit mir schmust. Auch die restlichen vierbeinigen Mitbewohner finden mich, na sagen wir, "cool". Liesel z.B. die haut es jedes Mal um, wenn sie mir begegnet, oder Mina, die versucht ständig, auf Tuchfühlung mit mir zu kommen. Aber am schärfsten ist Marc Aurel auf mich. Frauchen sagt, er sei mein Schatten. Ich kan kaum einen Schritt ohne ihn machen oder mich mal entspannt hinlegen. Er ist fast immer bei mir, denn eifersüchtig ist er auch. Aber damit muss man halt leben, wenn man ein Star ist.

Marc Aurel (getigert)

Marc AurelWie ihr auf dem Bild sehen könnt, bin ich ein großer, stattlicher Kater. Aber der Schein trügt. Ich bin - obwohl ich das nur ungern zugebe - ein Schisser. Bloß für Heini wachse ich über mich hinaus. Er ist die große Liebe meines Lebens (wahre Liebe gibt es ohnehin nur unter Männern). Bevor ich ihm begegnet bin, zog ich als Streuner durch die Lande. Zum Glück haben sie mich dann eingefangen, denn ich habe bei einer Rauferei so richtig eins aufs Auge bekommen. Das Auge musste operiert werde und ich bekam einen Kragen aufgesetzt. Heute weiß ich, dass es auch gute Menschen gibt, aber damals habe ich vor lauter Angste nach denen geschlagen, sogar wenn sie mir Fressen gegeben haben. Die Zeiten sind zum Glück vorbei; ich habe meinen Heini - was will ich mehr???!!

Kalina

KalinaIch heiße Kalina und musste unter elenden Bedingungen vier Babys in einem dunklen Keller zur Welt bringen. Gott sei Dank hat man uns dort gefunden und mit an einen sicheren und angenehmen Pflegeplatz genommen. Meine Kinder sind inzwischen alle an neue Dosenöffner vermittelt, und auch ich hatte neue Menschen gefunden, die mit meiner scheuen Art kein Problem hatten. Leider gab es dort schon einen Kater, der mich absolut nicht leiden konnte und mir das Leben so schwer gemacht hat, dass ich wieder an meinen alten Pflegeplatz zurückmusste. Aber dort ist es auch nicht schlecht, und vielleicht findet sich für mich doch noch ein Plätzchen, an dem ich klar komme.

 

Hallo,

wir sind Aaron und Alina. Nachdem wir vor drei Jahren in freier Natur zur Welt gekommen sind und unsere Mutter zunächst sehen musste, wie sie uns satt bekam, hat uns ein netter Mensch von der Aktiven Katzen- und Tierhilfe eingefangen und uns in sein Haus mitgenommen. Dort konnten wir uns nach Herzenslust satt fressen und hatten endlich ein sicheres Plätzchen. Da unsere Mama auf Dauer nicht umziehen wollte, wurde sie nach der Kastration wieder an ihren alten Platz zurückgesetzt und wird seither dort mit Futter versorgt.

Aaron und AlinaWir beide jedoch sind bei unserem neuen Dosenöffner geblieben und sollten, nachdem wir uns an die Menschen gewöhnt hatten, an ein neues Zuhause vermittelt werden. Doch so einfach wollten wir es unserem neuen Gastgeber nun auch nicht machen. Es wäre ja noch mal schöner, sich von jedem anfassen zu lassen – wer weiß, was die mit uns vorhaben???!!! Und so haben wir lieber tüchtig Abstand gehalten. Aber bald wurde es uns in unserer neuen Umgebung schwer ums Herz und wir schauten sehnsuchtsvoll durch das Gehegegitter in die Welt – unerreichbar all die Dinge, die es dort zu entdecken gab.

Und dann hat sich doch noch ein Türchen für uns aufgetan! Seit über einem Jahr sind wir bei einem Vereinsmitglied auf einem ehemaligen Bauernhof untergebracht und können nach Herzenslust in der freien Natur herumstromern. In der Garage gibt es ein warmes Plätzchen für uns, was aber von Aaron kaum genutzt wird. Er hat sich in der Scheune ein schönes Schlafsofa aus weichem Schaumstoff ausgesucht und es sich dort bequem eingerichtet. Spielkameraden gibt es auch, und es macht jede Menge Spaß, die Artgenossen zu ärgern.

Besonders gut gefällt uns in der Winterzeit der Fernseher hinter dem Haus; es ist ein kleines Häuschen, das ständig von fliegendem Lebendfutter besucht wird. Leider hat unser neues Frauchen dieses Häuschen so ungeschickt platziert, dass wir nur schauen können, wie unser Futter wieder davonfliegt.

Mit viel Geduld haben sich unsere neuen Menschen um uns bemüht, sodass Alina inzwischen die Streicheleinheiten, die ihr angeboten werden, gnädig annimmt, wenn es ihr beliebt. Aaron hält noch etwas mehr Distanz, hat sich seinen Versorgern aber auch schon deutlich angenähert.

Insgesamt können wir sagen, dass wir uns an unserem neuen Wohnort sauwohl fühlen und dort gerne unser hoffentlich langes und abenteuerreiches Katzenleben verbringen möchten.

Bitte helfen auch Sie mit, dass die Aktive Katzen- und Tierhilfe weiterhin möglichst vielen Kollegen von uns helfen kann.

Mit kätzischen Grüßen

Aaron und Alina

© aktive Tierhilfe Ludwigsburg